Liebe Auf Den Ersten

Michelle Williams wusste nicht, wer Jason Segel war, bevor sie anfing,… Wie steht es mit der Liebe auf den ersten Blick? Ergeben sich daraus die besseren Beziehungen? Die "Liebe auf den ersten Blick" wird schon in der Antike thematisiert. Diese Metapher, man werde von Amors oder Eros' Pfeil getroffen, drückt sehr treffend aus, wie unvermittelt und unerwartet die Liebe kommt.

Während allerdings die alten Griechen das Verlieben auf den ersten Blick als eine Form des Wahnsinns ansahen, was auf keinen Fall die Grundlage einer Ehe sein sollte, ist sie in der heutigen Zeit für viele Menschen der ersehnte Anfang einer Beziehung. Sich auf den ersten Blick in jemanden zu verlieben ist eine Erfahrung, die viele Männer und Frauen bei der Partnersuche machen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es der anderen Person genauso geht, ist aber sehr gering. Die Wissenschaft spricht gegen die Liebe auf den ersten Blick Immer wieder versucht auch die Wissenschaft sich dem Thema Liebe anzunähern und dabei die Mythen, welche um sie ranken, aufzuklären. Und gerade beim Thema Liebe auf den ersten Blick hat die Wissenschaft ein recht eindeutiges Ergebnis.

Unser Herzklopfen, unsere Aufregung, die feuchten Hände und unsere roten Wangen entstehen nach Forschern der University of Aberdeen nicht aus einem Liebesgefühl, sondern aufgrund des eigenen Narzissmus. Dies geschieht meist durch tiefen Augenkontakt und einem Lächeln. Wir fühlen uns dadurch attraktiv und begehrt und unsere körperlichen Reaktionen werden in Gang gesetzt. Ob das Kribbeln im Bauch nun tatsächlich dadurch entsteht, dass wir uns von der anderen Person begehrt fühlen oder weil wir unser Gegenüber selber so faszinierend finden, spielt doch letzten Endes keine Rolle!

Lasst euch ruhig Zeit und trefft euch mehrmals. Erwarte keine Liebe auf den ersten Blick, sondern lasst euch auf ein zweites Date ein Welchen Schluss können wir aus den bisherigen Informationen über die Liebe für unser Date Verhalten ziehen? Fakt ist doch, dass Liebe auf den ersten Blick verdammt selten ist und zudem nicht einmal zwangsläufig beide trifft. Und werden Paare befragt stellt man schnell fest, dass die meisten sich über einen längeren Zeitraum kennengelernt haben.

Läuft ein Date gut , man fühlt sich wohl in der Anwesenheit des anderen und man verbringt einen schönen Abend, macht es also durchaus Sinn, sich ruhig noch ein zweites Mal zu treffen. Das gelingt allerdings nur, wenn man ihr auch die Chance gibt. Eindeutige körperliche Signale, ausgelöst von Neurotransmittern, die in Sekundenbruchteilen von elektrischen Impulsen zu den Zellen transportiert werden. Insofern ist das Gehirn, genauer gesagt das limbische System, verantwortlich für den Liebesrausch und — entgegen romantischer Vorstellungen — nicht das Herz.

Doch warum der körperliche Aufruhr? Die Biologie der Liebe auf den ersten Blick wird laut Wissenschaftlern aktiviert, wenn ein unbekannter Mensch vertraute, wohlige Gefühle aus unserer Vergangenheit wachruft. Übertragung nennen das die Psychologen. Das eigene Ego mischt mit Selten trifft die Liebe auf den ersten Blick beide gleichzeitig. Häufiger ist nur einer von einer Sekunde auf die andere entflammt. Dennoch haben Verliebte ein Ass im Ärmel, um auch den oder die Angebetete zu bezirzen.

Ben Jones von der University of Aberdeen beobachtete an der Liebe auf den ersten Blick vor allem narzisstische Züge — und bescheinigt unserem Ego ein nicht geringes Mitsprachrecht bei der Partnerwahl. Demnach verlieben wir uns auch deshalb, weil der andere uns deutlich signalisiert, dass er uns attraktiv findet. Am besten funktioniert dies über intensiven Augenkontakt und ein Lächeln.


Liebe auf den ersten Blick: (k)ein Mythos!