Dating Queen Soundtrack

ANZEIGE MP3 kaufen bei Doraus Status als Schattenkanzler des deutschen Pops kann man auch an der Gästeliste ablesen: Stereo Total, Mense Reents Goldene Zitronen, Die Regierung , Andreas Spechtl Ja Panik , T-Raumschmiere, Carsten Friedrichs Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen , Wolfgang Müller Die tödliche Doris und natürlich Produzent Moses Schneider Tocotronic und eigentlich auch alles andere.

Andreas Dorau - "Ossi mit Schwan" Wer Tiefsinniges "Aufs Herz gefallen, Liebe kaputt" , sympathisch Nabelschauendes "Radiogesicht" oder Politisches "Ich Seh Schwarz" will, hört einfach auf die kunstvoll in Naivität verkleideten Texte, alle anderen schnippen einfach mit dem Finger oder wiegen sich sonnig im Tanztakt. Andreas Dorau war schon immer der deutsche Pet Shop Boy: Ab in die Charts mit ihm.

Juli Die Frage, ob die Karriere des Schwesterntrios Haim nach einem hervorragenden Debüt ein jämmerliches Ende nehmen würde, entschied sich, oh Ironie, ausgerechnet an einem Film namens "Trainwreck". So nennt man im US-amerikanischen Umgangsenglisch jemanden, der völlig fertig ist, ein Wrack halt. Die musikalisch hochbegabten Schwestern aus dem San Fernando Valley, die schon seit frühesten Kindheitstagen an diversen Instrumenten und Schlaginstrumenten ausgebildet wurden, waren aufgeschmissen.

Plötzlich war er da, der lange wegprokrastinierte Druck, ob sie einen Überraschungserfolg wie "Days Are Gone" noch einmal wiederholen - oder auch nur an Hits wie "Falling" oder "The Wire" anknüpfen könnten. Sie schrieben dann die lebhafte Soulpop-Nummer "Little Of Your Love" und der Bann war gebrochen. Auf dem "Trainwreck"-Soundtrack landete der Song letztlich nicht, aber auf "Something To Tell You", dem Album, mit dem Haim nun nach vier langen Jahren zurückkehren.

Der One-Hit-Wonder-Fluch ist also erstmal abgewendet, alles andere wird man sehen. Haim - "Right Now" Denn "Something To Tell You" ist in vielerlei Hinsicht das "schwierige" zweite Album: Es hat den Charme dieser drei coolen Pech-und-Schwefel-Geschwister. Es hat einen Videoclip, der von Paul Thomas Anderson in einem Vintage-Studio gedreht wurde "Right Now". Es hat ein retroheimeliges Covermotiv, das man sich sofort zuhause über den Flokati-Teppich hängen möchte.

Die notwendigen Elemente sind vorhanden, aber mindestens eine hinreichende Bedingung fehlt, um dieses Album zu einem Wunderwerk zu machen. ANZEIGE MP3 kaufen bei Vielleicht, ganz bestimmt, wäre das ohnehin zu viel verlangt. Aber die Zeit, in der wir leben, verlangt ja nach immer neuen Höchstleistungen und Superlativen. Es ist eine anstrengende, überfordernde Zeit, und deshalb trifft Popmusik, die wie aus den Achtzigern reimportiert klingt, heute auf einen so resonanzwilligen Nerv.

Haim waren mit "Days Are Gone" an der Spitze dieser inzwischen allgegenwärtigen Rückwärtsbewegung. Auch jetzt beherrscht sehnsüchtige Nostalgie-Romantik die Songs: Kann nicht alles wieder so einfach wie früher sein? Nee, kann es nicht. Und das wissen sie natürlich auch. Kaum umsonst dient hier ein später Fleetwood-Mac-Hit als Blaupause: Tell me lies, tell me sweet little lies.

Andreas Borcholtes Playlist KW 27 SPIEGEL ONLINE 2. Liebe in Dosen 3. Sie hat sich selbst die besten Sprüche gegeben, die auch gerne mal unter die Gürtellinie zielen. Etwa, wenn sie ihren Sexpartner angesichts von dessen riesigem Penis fragt, ob er schon mal Sex hatte und wenn ja, wo seine Partnerin begraben ist. Das muss man nicht mögen, man kann sich aber amüsieren.

Die Stärke von DATING QUEEN ist entsprechend auch Schumers Darstellung. Nur eben mit vertauschten Rollen. Die üblichen Konventionen und Klischees gehen damit einher, an den Sympathiepunkten dieses Films ändert das aber nichts. Das ist leichte Unterhaltung nicht mehr, aber auf jeden Fall auch nicht weniger. Moviemans Kommentar zur DVD: Die optische Darbietung ist leicht überdurchschnittlich. Am Überzeugendsten ist die Rauschfreiheit und Laufruhe. Rauschen tritt nur ansatzweise auf Wänden Zu keiner Zeit kommt es zu Ruckeln oder Blockbildung.

Leider überzeugt die Schärfe nicht recht und lässt Kanten und Konturen eher weich aussehen. Auch Nahaufnahmen von Gesichtern hat man schon deutlich detaillierter gesehen. Auch die Leuchtkraft der Farben ist nur durchschnittlich und so sehen Pullover und andere Kleidung immer etwas verwaschen aus. Der Kontrastumfang ist medium und kann die Mattheit des Bildes auch nicht verbessern. Hin und wieder kommt seitlich und von hinten etwas Musik und wenn man ordentlich hinhört, kommt auch mal etwas Naturatmo an die Hörmuschel.

Die englische Tonspur klingt in den Höhen noch etwas weniger luftig, als die deutsche Synchronfassung.


Haim, Andreas Dorau, Faber - Neue Musik bei Abgehört: