Nach Trennung

Auch das ist nicht negativ: Warum sollte ich mich ärgern, wenn ich eh nur negatives verliere? Ich habe auch geschrieben, was mich geärgert hat. Ich habe ihr geschrieben, dass sie, entgegen dem, was sie zuletzt sagte, mir doch Sonnenlicht ins Leben gebracht hat. Dass sie bisher der einzige Mensch war, dem ich mein ganzes Herz schenken konnte. Ich will jetzt eigentlich mal zum Punkt kommen: Ich bin ihr deswegen dankbar, einfach, weil das etwas war, was ich so noch nicht kannte. Und irgendwie hat es meine Nerven strapaziert, aber mich gleichzeitig wohl auch mehr am Leben teilhaben lassen, weil ich so erst merkte, dass es da Dinge gibt, die ich so nie wahrgenommen habe.

Der Zeitpunkt mag anderen zu früh erscheinen, aber ich sehe das relativ: Mich ganz aus ihrem Leben schreiben. Die Dankbarkeit ist auf jeden Fall etwas, was die meisten Menschen aus einer Beziehung mitnehmen könnten, wenn sie denn nur wollten und sich nicht von Wut, Schmerz und Verzweiflung blenden lassen würden. Ich würde aber durchaus noch etwas ergänzen: Ich habe nämlich etwas gemacht, was viele vielleicht gar nicht verstehen können.

Aber beim Schreiben habe ich auch gemerkt, dass das gar nicht so wichtig ist: Wenn es so wäre oder so ist, dann liegt der Ursprung darin nämlich auch einfach daran, dass unsere Beziehung scheiterte, weil wir nicht mehr miteinander konnten. Ich wünsche ihr Glück, dass sie einen Beziehungspartner findet, der sie verdient, und den sie genauso verdient. Ich wünsche ihr auch, dass er sie genauso bedingungslos vom Herzen her liebt, wie ich es getan habe, und es immer noch tue. Ich wünsche ihr einen Partner, der ihr das bietet, was sie sich erhofft, und der mit ihr glücklich wird.

Natürlich habe ich dabeigeschrieben, dass ich, sollte ich diesen Partner jetzt kennenlernen, ihn wohl hassen würde. Denn das ist einfach nur ehrlich. Ich habe ihr auch geschrieben, dass ich ihr gerne sagen würde, dass ich sie nicht mehr liebe denn das würde mir einiges in meinem Gefühlsleben leichter machen — aber dass ich das nicht kann. Ich finde auf jeden Fall, dass man neben der Dankbarkeit, jedenfalls wenn man es kann, dem Ex-Partner derartiges mitteilen sollte.

Aber nur, wenn man es ehrlich meint und es auch aus dem Herzen heraus sagt. Also muss ich sie loslassen. Und sie würde es einfach nicht verdienen, wenn ich ihr bösartiges wünschen würde. Das wäre für mich genauso, als wenn ich mich selbst verletzen wollte, denn sie ist für immer in meinem Herzen. Also neben der Dankbarkeit sollte man derartiges vielleicht auch in einem Brief verarbeiten.

Ich denke auch, dass man das dem Ex-Partner bei anderen sicher erst zu einem viel späteren Zeitpunkt geben soll. Meine Ex-Freundin hat den Brief gelesen. Oft neigen Menschen dazu, sich in dieser Phase aus ihrem sozialen Umfeld zurückzuziehen und isolieren sich. Wenn sie niemandem von der Trennung erzählen, ist diese weniger real.

Mit Freunden und engen Vertrauten offen über den Kummer sprechen. Das führt dazu, den eigenen Gefühle greifbar zu machen und vielleicht auch, die Situation besser zu verstehen, um sie irgendwann verarbeiten zu können. Überbordende Gefühle Ist die Situation benannt, brechen die Gefühle auf. Man weint, man ist böse, fühlt sich allein und gekränkt. Meist alles gleichzeitig, zumindest aber durcheinander. Sich mit verschiedenen Menschen umgeben, in die Arbeit oder andere neue Projekte stürzen oder ein neues interessantes Hobby suchen, um sich von dem Trennungsschmerz abzulenken.

Verhandeln Dann kommt die Phase, in der man um den Partner und die Beziehung kämpft, getreu dem Motto: Dann versteht man, dass der Partner nicht wiederkommt, weil er oder sie eventuell einen neuen Partner hat oder man betrogen wurde. In diesem Fall kommt zum Liebeskummer auch Eifersucht auf den neuen Partner hinzu. Depression Dann beginnt die schlimme Trauerphase, in der man realisiert, dass der Partner nicht zurückkommen wird. Natürlich leidet ein jähriger Single nicht so lange, wie jemand, der 20 Jahre verheiratet war.

Wenn man länger zusammen war, hat man eine gemeinsame Zukunft geplant und aufgebaut, da gehen dann Lebensentwürfe kaputt. Zorn und Wut Wer seinen Gefühlen freien Lauf lässt, der sagt sich irgendwann: Es hilft, die Wut rauszulassen und schafft eine wichtige emotionale Distanz zwischen dem Leidenden und dem Ex-Partner. Alte gemeinsame Fotos und andere Andenken an und aus glücklicheren Tagen unbedingt loswerden. Niemand wird in Zukunft alte Chatverläufe mit ewigen Liebesschwüren benötigen, denn sie erfüllen in erster Linie einem Zweck: Akzeptanz Die letzte Phase ist die Akzeptanz, es beginnt der Neuanfang.

Man hatte Zeit, die Trennung zu verarbeiten und die Trauer um den Partner zu überwinden. Auch wenn man nicht ausgeheilt ist, so kann man sich wieder am Leben erfreuen und bekommt den Ex-Partner immer öfter und länger aus dem Kopf. Schaffen Sie auch visuell einen Neuanfang, in dem Sie Ihre Möbel umstellen, ein spannendes neues Projekt planen und umsetzen. Ja, aber es braucht Zeit.

Entweder blockiere man den Ex oder lösche den Kontakt ganz aus der Freundesliste. Neu hinzu kommt der Messenger-Dienst Whatsapp:


Nach einer Trennung zählen nur Sie selbst

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