Wie kann man sich treffen

Streit In Der Partnerschaft Losen

Streit In Der Partnerschaft Losen

Aussicht auf Erfolg haben Herzberg zufolge vor allem Paare, die sich um Kompromisse bemühen. Der Psychologe und seine Mitarbeiter haben das an echten Konfliktfällen erforscht. In ihren Studien lassen die Wissenschaftler Paare Aufgaben lösen, zum Beispiel einen gemeinsamen Urlaub planen. Paare mit positivem Stil streiten sich zwar auch darüber, ob sie Wellness oder Wandern wollen, einigen sich aber bald: Paare dagegen, die auf eine der drei schädlichen Arten streiten, sind mit ihrer Beziehung meist weniger zufrieden, hat der Psychologe mithilfe von Fragebögen und Persönlichkeitstests herausgefunden.

Beim kämpferischen Stil wird einer von beiden zynisch, beleidigt den anderen oder versucht, ihn zu dominieren. Ihm geht es oft nicht um die Sache, sondern um den persönlichen Angriff. Eine kämpferische Ehefrau wird womöglich nur genervt die Augen verdrehen, wenn ihr Partner einen Kompromiss vorschlägt. Und wenn einem Mann, der so streitet, keine Argumente einfallen, sagt er gerne mal: Wer ihn im Streit antritt, ist meist schon bei kleinen Anlässen beleidigt.

Allenfalls kurzfristig hilft Nachgiebigkeit: Wer seine eigenen Bedürfnisse leugnet, um es dem anderen recht zu machen, erreicht vorübergehenden Frieden, aber keine Lösung des Konflikts. Nachgiebige Streiter erwarteten oft Dankbarkeit, weil sie ihre Position für den anderen aufgeben. Und wer zu schnell von seinen Standpunkten abrückt, fühlt sich oft unsicher in der Beziehung und klammert aus Angst, den Partner zu verlieren.

Es hilft dann nichts, dem Partner Vorwürfe zu machen. Das führt nur zu Streit, noch mehr Stress und Beziehungsproblemen. Man sollte Verständnis für die Seite des Partners haben, ihm aber auch klar kommunizieren, dass man nicht immer der Prellbock für schlechte Launen und Probleme an der Arbeit sein kann. Aber man sollte für ihn da sein und klar machen, dass man ihm immer den Rücken stärkt.

Wer hat noch nie schlechte Laune wegen der Arbeit oder einem Streit mit den Eltern am Partner ausgelassen? Niemand ist da perfekt. Das gleiche gilt für viele Überstunden. Klar, das ist eine Belastungsprobe, wenn der Partner nur noch wenig Zeit hat und dann sicherlich müde nach Hause kommt. Aber auch hier helfen Vorwürfe nicht weiter. Auch hier sind Gespräche wichtig. Sagen Sie Ihrem Partner, dass er sich zu viel zumutet und Sie ihn viel zu selten sehen, hören Sie sich aber auch seine Gründe an und suchen Sie gemeinsam eine Lösung.

Übrigens sollte man sich auch nicht zu sehr darüber aufregen, wenn der Partner schon immer die gebrauchten Socken auf dem Schlafzimmerboden liegen lässt. Jeder hat seine Macken. Bevor Sie sich das nächste Mal deswegen aufregen, denken Sie darüber nach, welche Ihrer Macken den Partner in den Wahnsinn treiben — und er sie trotzdem stillschweigend erträgt. Einmal durchatmen und nachdenken, bevor man sich über den Partner aufregt.

Denken Sie an Ihre eigenen Fehler und fragen Sie sich, ob die Macke des Partners wirklich so schlimm ist und nicht vielleicht sogar liebenswert. Richtig und fair streiten Wer mit dem Partner streitet, sollte das fair tun. Belehrungen, Verallgemeinerungen und ständige Vorwürfe helfen bei Beziehungsproblemen nicht weiter, sondern bringen auf Dauer nur noch mehr Streit in die Beziehung. Streitereien sind normal, aber dabei gilt: Wer immer wieder auch über Kleinigkeiten streitet, der läuft Gefahr, den Partner zu verletzen oder Dinge zu sagen, die sich nicht mehr zurücknehmen lassen.

Fair streiten geht dabei so einfach: So bringt man dem Partner die eigenen Gefühle näher. Mit Verallgemeinerungen und Vorwürfen bringt man den Partner nur in eine Verteidigungshaltung und das lässt den Streit schnell weiter hochkochen. Vorwürfe zu Vorfällen und Problemen aus der Vergangenheit haben in einem aktuellen Konflikt nichts verloren. Alte Dinge gehören nicht aufgewärmt.

Man sollte nicht allgemein werden und beim aktuellen Streitthema bleiben. Ansonsten steigert der Streit sich schnell zu einem lauten Gebrüll voller Vorwürfe und Verletzungen, denn einen Fehler aus der Vergangenheit möchte niemand ständig aufs Brot geschmiert bekommen und Verallgemeinerungen sind unfair und meistens nicht einmal wahr. Wer sich hingegen über ein Thema fair und sachlich streitet, der kann sich danach auch noch in die Augen schauen und sich leichter wieder versöhnen.

Keine Verallgemeinerungen und keine Vorhaltungen.


Konflikte lösen: Spielregeln der Kommunikation

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